Spätestens, wenn die eigene Immobilie auf dem Spiel steht, weil man zu viele Schulden angehäuft hat, sollte man überdenken, ob man sich nicht professionelle Hilfe holt, um von seiner Spielsucht loszukommen. Es spricht nichts dagegen, wenn man ab und an am Pokertisch Platz nimmt, um an einem Turnier teilzunehmen. Auch, wenn man gerne einmal ins Kasino geht, um sein Glück zu testen, ist dies nicht im Rahmen des Unmöglichen. Ein Problem wird es nur dann, wenn man Geld verspielt, das man nicht hat. Muss man sich eine Hypothek auf seine Immobilie aufnehmen, um seine Spielschulden zu bezahlen, wird es bald so steil bergab gehen, dass man den freien Fall ins soziale Aus nicht mehr verhindern kann. Gerade, wenn die Immobilie und das persönliche Glück auf dem Spiel stehen, versuchen die Spieler, alle finanziellen Mittel locker zu machen, um am Pokertisch oder beim Roulette doch noch den großen Coup zu landen.

Dass diese Methode die falsche ist, beweisen immer wieder Menschen, die hoch geflogen und dann tief gefallen sind. Nicht nur, dass man in einer solchen Situation gerne einmal Schuldscheine bei zwielichtigen Personen unterschreibt: Man riskiert neben dem finanziellen Aus und der familiären Katastrophe, die meist nicht mehr abzuwenden ist, auch noch das eigene Leben, wenn man sich mit Verbrechern und skrupellosen Geldeintreibern einlässt. Ist die eigene Immobilie durch die Sucht nach dem Glücksspiel in Gefahr, so ist es meistens schon zu spät. Glück hat hier nur der, der einfach die Finger von den Karten lässt und von vorne anfängt. Mit der Familie, zusammen mit einem Psychologen oder einer Therapie und ohne Risiko.