Eine Immobilie, die von einem jungen Paar gebaut wurde, fällt in die Erbschaft der Kinder, wenn den Eheleuten etwas passiert. Sind die Kinder noch minderjährig, wird dann ein Verwalter des Vermögens eingesetzt. Es kann sein, dass dies das Jugendamt wird. Zum Beispiel dann, wenn zu befürchten ist, dass die Angehörigen mehr Interesse am Wert des Erbes haben, als an den Kindern, wird hier ein Pfleger und ein Vermögensverwalter eingesetzt. Schließlich geht es nicht an, dass die Immobilie veräußert wird, dass sich die Hinterbliebenen bereichern und die Kinder, wenn sie einmal volljährig sind, leer ausgehen. Die Immobilie darf zwar bewohnt werden, geht jedoch bei Erreichen der Volljährigkeit auf die Kinder über. Sind mehrere Kinder da, die nacheinander erwachsen werden, bekommt natürlich jeder zu seinem 18. Geburtstag den gleichen Anteil übereignet.

Wird die Immobilie vermietet, solange die Kinder noch minderjährig sind, darf das Geld aus den Mieteinnahmen dazu verwendet werden, die Kinder zu unterhalten. Alles weitere dient dem Erhalt des Hauses und dem Sparguthaben der Kinder. Verantwortungsbewusstes Handeln der Erziehungsberechtigten ist hier natürlich oberstes Gebot. Auch, wenn sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, darf es nicht geschehen, dass das Erbe verprasst ist, bis die Kinder selbst darüber bestimmen können. Leider ist es nicht immer der Fall, dass nach einem solchen Schicksalsschlag die Kinder in behütete Verhältnisse kommen. Manchmal steht auch das Waisenhaus als letzte Option zur Wahl. Eine Pflegefamilie zu finden, die alle Kinder zusammen aufnimmt, ohne etwas dafür zu verlangen, ist schwer zu finden. Die armen Kleinen werden nach dem schweren Verlust dann auch noch voneinander getrennt.