Die Finanzkrise hält in allen Bereichen des Lebens Einzug. So ist es auch nicht mehr so gefragt, Wohneigentum zu kaufen. Wenn die Leute etwas auf der hohen Kante haben, so wollen sie dies lieber sparen, statt in Immobilien zu investieren, die einem hohen Wertverlust unterliegen. Deswegen wollen die Menschen lieber Immobilien mieten, statt sie zu kaufen.

Es ist nicht ohne Risiko, in der heutigen Zeit einen Kredit abzuschließen, um sich Immobilien kaufen oder erbauen zu können. Viel zu sehr schwebt das Schwert des Damokles im Bezug auf drohende Arbeitslosigkeit über den Leuten. Man traut sich fast nicht mehr, Kinder in die Welt zu setzen, weil man befürchtet, die höheren Immobilien Mieten für die benötigte größere Wohnung nicht mehr bezahlen zu können und auch den Kindern keine gesicherte Zukunft mehr schaffen zu können. Die Finanzkrise trifft jedoch nicht nur die arbeitende Gesellschaftsschicht, die es sich nicht mehr leisten kann, selbst zu bauen, und deswegen Immobilien mieten muss. Auch die großen Investoren haben eine Menge Geld auf der Strecke gelassen, nicht zuletzt, weil die Immobilienpreise stark verfallen sind.

Am Beispiel einer vierköpfigen Familie lässt es sich sehr einfach erklären. Konnte früher der Vater allein die Familie ernähren, und noch dazu die Raten für ein selbst erbautes Haus abbezahlen, so muss die Mutter heute schon mit arbeiten gehen, um überhaupt noch einen gewissen Lebensstandard halten zu können. Wird der Vater nun im fortgeschrittenen Alter arbeitslos, ist meist Holland in Not. Die Immobilien Mieten in manchen Regionen sind so hoch, dass man umziehen muss, schon deswegen, weil man, wenn man in das Arbeitslosengeld II, das besser bekannte Hartz IV abrutscht, das Arbeitsamt nur die wirklich nötigen Kosten erstattet. Dazu gehört es nicht, den Kredit für eine eigene Immobilie zu übernehmen. Im Gegenteil: Diese muss verkauft und das Geld verlebt werden, bevor man einen Unterhalt zum Leben erhält.