Manche Immobilien liegen so abseits von größeren Ortschaften, dass sie nicht an das Abwassersystem der Gemeinden angeschlossen werden können. Der Aufwand hierfür wäre viel zu groß. Also werden diese Häuser schon beim Bau mit eigenen Kläranlagen, meistens so genannten Dreikammer Systemen, ausgestattet. Die Kosten hierfür hat der Bauherr selbst zu tragen und auch für die ordnungsgemäße Funktionsweise ist letztendlich er allein verantwortlich. Immobilien Besitzer, die in Siedlungen ihr Haus bauen, müssen die Anschlussgebühren an die Kanalisation und Abwassergebühren bezahlen; hiervon sind die Bauherrn in abgelegenen Weilern und Einödhöfen ohne Kanalisation befreit.

Alle paar Jahre muss der Schlamm aus der Kläranlage durch ein spezielles Entsorgungsfahrzeug entfernt werden. Schlick und Sand, aber auch Fäkalien und in das Abwasser eingebrachte Gegenstände, die sich nicht zersetzen, setzen sich in den Kammern ab. Es ist also mittelfristig nicht zu verhindern, dass ein Becken mit der Zeit voll ist. Dies kann zur Folge haben, dass sich das Abwasser aus dem Haus nicht mehr entfernen lässt. Wie in jedem anderen Haushalt ist es also wichtig, zum Beispiel keine Essensreste oder Hygieneartikel, wie etwa Wattestäbchen, Damenbinden oder Tampons in der Toilette zu entsorgen. So kann es zu fatalen Verstopfungen in den Leitungen kommen, aber auch die Kammer, in der das Abwasser geklärt wird, ist schnell übervoll. Beim Abpumpen verstopft die Pumpe, was die Kosten nicht unbedingt gering hält.

Das Fahrzeug, der Fahrer und die Entsorgung müssen bezahlt werden; Fahrer und LKW nach Stunden, das abgepumpte Klärgut nach Kubikmetern. Eigene Kläranlage von Immobilien müssen verantwortungsvoll betreut werden, sodass kein Abwasser in das Grundwasser geraten kann.