Den Bau einer eigenen Immobilie mit einer Finanzierung im Hintergrund sollte gut geplant werden. Bei aller Planung kann man aber unvorhersehbare Dinge niemals vorausahnen. Dazu gehört auch eine Krankheit, die einem das Arbeiten unmöglich macht, oder Arbeitslosigkeit aus anderen Gründen. Alles ist darauf ausgelegt, dass vom Gehalt die Raten für den Kredit bezahlt werden können. Ist dies nicht mehr der Fall, verlangen die Banken ziemlich unerbittlich, dass man sich von der Immobilie trennt. Manchmal kann dies nach einigen Jahren erst der Fall sein, aber auch während der Bauzeit kann einiges schief gehen, so dass man vor den Trümmern seiner Existenz steht, statt im Traumhaus leben zu können.

Oft kommen gleich mehrere Schicksalsschläge zusammen. Die Kosten explodieren, vom Kostenvoranschlag des Bauunternehmens ist plötzlich keine Rede mehr. Der Kreditrahmen ist erschöpft, aber immer wieder kommen weitere Kosten auf die Bauherrn zu. Erst während der Baumaßnahme könnte sich zum Beispiel heraus stellen, dass der Boden entwässert werden muss, was bekanntlich nicht ganz billig ist. Schon ist ein Defizit zu notieren. Nun kann schon die kleinste Kleinigkeit das Zünglein an der Waage werden. Die Enttäuschung ist groß, doch hier hilft kein Gedeutel. Kommen private Geldgeber nicht in Betracht und weigert sich die Bank, auszuhelfen, wird es bald vorbei sein mit dem Traum von der eigenen Immobilie.

Manchmal ist es Unwissenheit, die die Besitzer der Immobilie in die Schuldenfalle treibt, manchmal auch einfach nur Pech. Die Fälle, die aus den Medien bekannt sind, in denen Bauunternehmer oder Architekten mit dem Baugeld abtauchen und die Menschen in ihrer Not stehen lassen, erschüttern, doch leider muss man sich dann abfinden, eine Lösung suchen, und wehmütig sagen: Die eigene Immobilie hat nicht sollen sein.